Und dann bin ich beim ebay-surfen (suchbegriff „grüne erde“) über die folgenden beiden Websites gestolpert:
http://stuck-kalk.de/ und von dort zu
http://www.glueck-kalk.at/
Da finde ich folgende Aussauge:
„Eine Ziegelmauer, ein altbewährter Dreilagenputz oder Kalk-Hanf-Verputz mit reinem Sumpfkalk überstrichen, sind die besten Voraussetzungen für gesundes, schadstofffreies Wohnen. Ein Kalkputz bewirkt, dass die Festigkeit des Putzes vom Mauerwerk nach Außen abnimmt, dadurch die nötige Elastizität erreicht, um den verschiedenen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen optimal standzuhalten. Die durch diesen Putzaufbau erreichte ausgezeichnete Diffusions- und Kapillaroffenheit,..„
Das ist schon spannend. Ich habe ja schon fast gedacht, dass ein schadstofffreies Wohnen in einer 1:1 Beziehung zum Holzhaus steht. Warum ich immer häufiger über ein mineralisches Haus nachdenke:
- Vollholzhäuser sind sehr sehr teuer
- Holzrahmenbauweisen haben wenig Speichermasse und durchhitzen/-kälten sehr rasch. Sie neigen wie Holzhäuser generell zu einem zu trockenen Raumklima – speziell im Verbindung mit Passivhaus-Lüftungsanlagen.
- Ich sonst noch keine Alternative kenne.
Und klar – wir wohnen ja in der Nähe der Kalkalpen. Also der Rohstoff ist nicht der Engpass. Gebrannt wir er halt und das kostet wertvolle Energie.
08-11-07 at 11:22
Das Problem mit dem Massivholz ist, dass es eben quillt und schwindet, und somit in ständiger Bewegung ist. Putzrisse sind also gang und gebe… Wirklich sinnvoll waren Fachwerkhäuser, weil der Putz hier nie in großen Flächen aufgetragen werden musste. Nur wer baut heute noch sowas?
Sumpfkalkputze sind eine tolle Sache, und das Argument mit dem Energieaufwand stimmt nur begrenzt, weil Kalkputze beim Karbonatisieren (also beim Erhärten) beträchtliche Mengen an CO2 aufnehmen. So gesehen wären Kalkputze für das Klima besser als Bäume, weil die ja wieder Methangas abgeben
.
Lieben Gruß,
Thorsten
08-11-07 at 12:09
Ich wäre ja eigentlich auf Grund seiner Vorteile am Glücklichsten mit einem Massivholzbau, wäre da nicht der sehr hohe Preis.
Um Risse zu vermeiden würde ich beim Massivholzbau eine Lärchenholz-Fassade verwenden – da passiert nix wenn das Holz arbeitet. Innen auch nicht, denn entweder lässt man gleich die meist sehr schöne Vollholzwand oder es wird ebenfalls vorgehängt.
Der Aspekt beim Sumpfkalkputz gefällt mir. Haben Sie da Energiebilanzzahlen oder Links wo man das nachlesen kann?
Schönen Gruß zurück,
gue
09-11-07 at 1:57
Hallo nochmal!
Bzgl. den CO2-Energiebilanzzahlen kann ich Ihnen leider nichts zu sagen, weil ich die nicht brauche. Ich verarbeite die Materialien nur. Ich würde da mal direkt bei den Herstellern anfragen. Die haben bestimmt die entsprechende Daten.
Lieben Gruß,
Thorsten